Hildenbuehl Maerz 1957Über 60 Jahre Modellflug in Wunsiedel

Die Geschichte der Wunsiedler Modellflieger begann eigentlich schon im Jahr 1955. Damals trafen sich drei begeisterte Modellflieger auf dem Hildenbühl bei Schönbrunn, um mit ihren Modellen zu fliegen. Roland Reichel, späteres Gründungsmitglied und Vorstand des Vereins, war von Anfang an dabei und erinnert sich: Aus den drei Männern wurden neun, nach einiger Zeit schließlich 14. Sie kamen aus Wunsiedel, Schönbrunn, Holenbrunn, Marktredwitz, Tröstau, Arzberg und Nagel.

„Geflogen wurde jedes Wochenende und wenn die Modelle das Wochenende überstanden hatten, auch unter der Woche“ erzählt er. Aber dies sei eher selten passiert, da die Flugzeuge meist nach dem ersten Start schon „ im Eimer“ waren. „Die selbstgebauten Fernsteuerungen waren eine haarige Sache“, erinnert sich Reichel, „es gab nur die Möglichkeit links geradeaus, rechts geradeaus.“

Man musste sich merken, was für ein Ruderausschlag zuvor gerade dran war, da die Ruderausschläge zwangsläufig aufeinander folgten.

Crash Oskar Sack und Ernst NeufelsUmzug und Vereinsgründung

Es wurde eng auf dem Hildenbühl – zu eng. Nach einem Zwischenspiel auf dem ehemaligen Kasernengelände in Wunsiedel fanden die Modellflieger 1959 auf dem Katharinenberg ihr endgültiges Zuhause. Die Zahl der Flugbegeisterten stieg. So beschloss man im Oktober 1959 einen „Modellbauverein“ zu gründen. Die Gründungsversammlung fand im Gasthof „Zum Goldenen Löwen“ in Wunsiedel statt. Gründungsmitglieder waren Herbert Seidel, Christian Sauerbrei, Ernst Neufels und Roland Reichel. Als 1. Vorstand wurde Karl Thomasek gewählt. Ihm folgten Roland Reichel, Klaus Döbereiner, Roland Fugmann und aktuell Alexander Braun. Die Wunsiedler Modellflieger waren und sind weit über die Stadt hinaus in der gesamten Region bekannt. Es kamen viele bekannte Modellflieger, wie Wolfgang Sörgel, Hans Ludwig von Hegi oder Tom Ruthe, ein amerikanischer GI aus Hirschau auf den Platz. Aus Zirndorf kamen die Gebrüder Simon, die 1972 in den USA Weltmeister wurden. Auch die Wunsiedler Modellflieger sind gern gesehene Gäste bei Flugtagen. Sie konnten vor allem mit ihren Staffel- und Kunstflugauftritten Erfolge erzielen.

Flugtag 03.09.1961 Katharinenberg Punktrichter.jpg

Luftakrobatik und Rosinenbomber

Eine Attraktion war ab 1985 die Doppeldeckerstaffel. Dabei waren bis zu zehn Flugzeuge in der Luft. Die Wunsiedler schafften es erstmals, drei Doppeldecker zusammenzukoppeln und zu fliegen. Es folgten die Airbusstaffel, zwei Modelle mit 3,7 Meter Spannweite von Hans und Alexander Braun. Bei den Kindern ist die Rosinenbomberstaffel, die von Hans Braun, Roland Reichel und Werner Hoffmann geflogen wird, sehr beliebt. Das Debüt der JU 52 Staffel erflogte bei dem Flugtag 2008. 1985 gab es die erste Vereinsmeisterschaft.

 


Luftakrobatik und Rosinenbomber

Eine Attraktion war ab 1985 die Doppeldeckerstaffel. Dabei waren bis zu zehn Flugzeuge in der Luft. Die Wunsiedler schafften es erstmals, drei Doppeldecker zusammenzukoppeln und zu fliegen. Es folgten die Airbusstaffel, zwei Modelle mit 3,7 Meter Spannweite von Hans und Alexander Braun. Bei den Kindern ist die Rosinenbomberstaffel, die von Hans Braun, Roland Reichel und Werner Hoffmann geflogen wurde, sehr beliebt. Das Debüt der JU 52 Staffel erfolgte beim Flugtag 2008. 1985 gab es die erste Vereinsmeisterschaft.